Von der Natur in die Bento-Box
Konnichiwa!
Im Juli waren viele meiner Bento-Abonnentinnen und -Abonnenten in den Ferien. Für alle, die diesen Sommer da geblieben sind, gab es jedoch eine kleine Überraschung mit dem Bento.
Seit knapp einem Jahr braue ich regelmässig Kombucha. Das ist sehr gesund, vor allem, wenn man ihn selbst macht, denn dann sind keine Konservierungsstoffe enthalten. Aus meinem Kombucha ist ein neues Rezept entstanden.

Diesen Kombucha-Spritz mit Shiso habe ich, wie alle Zutaten für die Bentos, komplett selbst zubereitet.
Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: Er ist köstlich und erfrischend.
Da ich laufend neuen Kombucha ansetze, habe ich auch Kombucha-Mütter (Scobys) abzugeben – inklusive Brauanleitung und Rezept für den Kombucha-Spritz. Melde dich einfach, wenn du Interesse hast.
Sonntagsvideos: Was funktioniert wo?
Jeden Sonntag veröffentliche ich ein Video auf Instagram und YouTube. Mithilfe von Claude (KI) habe ich ausgewertet, welche Themen auf welcher Plattform und in welcher Sprache am besten ankamen. Hier die Rangliste:
1. Lieblings-Sommer-Gemüse: Der klare Sommer-Favorit – am stärksten auf Instagram in der französischen Version.
2. Sommerpause? Ebenfalls sehr beliebt, besonders auf YouTube in der französischen Version.
3. „Das Bento passt zum Sommer“: Gut ausgeglichen zwischen den Plattformen, auf YouTube in beiden Sprachen fast gleich stark.
4. „Sommer in der Bento-Küche“ (Rezept): Etwas weniger Reichweite, dafür am meisten Kommentare und Austausch, vor allem auf YouTube.
Meine Erkenntnis daraus: Die französischen Versionen laufen auf Instagram und YouTube durchweg etwas stärker als die deutschen. Deshalb teile ich neu jeweils zuerst auf Französisch.
Meine nächsten Kochkurse

Sommer-Bento-Kochkurs:
Samstag, 29. August 2026, 17–21 Uhr in meiner privaten Küche.
Wir bereiten gemeinsam verschiedene Sommergemüse zu, darunter auch ein Ferment, das jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen kann.
Es sind noch 4 Plätze frei. Anmeldeschluss ist der Mittwoch vor dem Kurs, ich empfehle jedoch eine frühzeitige Anmeldung auf contact@bento-lieferservice.ch
Kursgebühr: 120 CHF
Pilz-, Beeren- und Wildkräuter-Sammel- und Kochkurs am Samstag, dem 12. September 2026 in Toffen
Die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen – insgesamt haben 15 Personen Platz. Julijana und ich erkunden im August gemeinsam den Wald in Toffen, damit wir am Kurstag wissen, wo es was zu finden gibt. Der Kurs findet bei jedem Wetter statt. Zunächst gehen wir rund zwei Stunden lang sammeln. Zurück in der Küche bereiten wir mit den gesammelten Zutaten gemeinsam ein vegetarisches 3-Gang-Menü zu. Die Rezeptdokumentation erhältst du im Anschluss.
Alle Details zum Sammel- und Kochkurs findest du auf dieser Seite: https://lifeki.ch/wildkraeuter-und-pilz-kurs/
Ferien in Sicht
Kurz nach dem Kurs mit Julijana in Toffen packe ich die Koffer. Wie jedes Jahr geht es für mich im Herbst in die Ferien – dieses Jahr mit einem Umweg über die USA nach Japan. Zunächst fliegen wir nach San Francisco, um in South Lake Tahoe und Fremont, Kalifornien, an einem Aikido-Seminar mit einem unserer Lehrer teilzunehmen. Nebenbei erkunden wir die Gegend und treffen Freunde – im Aikido gibt es schliesslich überall auf der Welt Freunde. Nach einer Woche in Kalifornien geht es weiter nach Japan in unsere gewohnte Umgebung.
Die genauen Daten meiner Abwesenheit und die entsprechenden Unterbrechungen der Bento-Lieferungen werde ich im nächsten Newsletter, auf der Website bei den Menüs und auf Instagram kommunizieren.
Solidarität unter Budoka
Auch das Judo Dojo Shinbudo in Biel ist für mich Teil dieser Aikido- und Budo-Welt, in der man sich – wie oben beschrieben – überall auf der Welt als Freunde begegnet. Das Dojo sucht aktuell über ein Crowdfunding Unterstützung für seine neuen Räumlichkeiten.
Sowohl im Judo als auch im Aikido gilt derselbe Grundgedanke: Respekt vor dem Weg, vor den Lehrenden und voreinander. Wer möchte, kann das Projekt hier unterstützen: [Link zum Crowdfunding einfügen]
Zu guter Letzt
In der Einleitung des vom MAFF herausgegebenen Buches „The Way of Washoku” steht dieser Text:

Und hier die Übersetzung:
„Der Washoku-Ansatz betont, dass diese Gaben der Natur mit Sorgfalt und Dankbarkeit behandelt werden sollten. Die Zutaten, die wir verwenden, sind die Quelle des Lebens selbst, daher wird nichts verschwendet. Mit Respekt vor der Umwelt zelebriert Washoku unser Zusammenleben mit allen Lebewesen auf der Erde.
Und Washoku ist eine Augenweide. Seine visuelle Harmonie beruht auf einer bewussten Ausgewogenheit von Geschmack, Farbe und Zubereitungsart sowie auf der vielseitigen Mischung aus hochwertigem Kunsthandwerk, das für das Geschirr verwendet wird. Wenn du eine Washoku-Mahlzeit geniesst, nimm dir einen Moment Zeit, um das Erlebnis mit allen fünf Sinnen zu geniessen. Eine wahrhaft reichhaltige Welt wartet auf dich.
Am 27. September stehen die nächsten Abstimmungen an. Eine der Vorlagen betrifft die Ernährungssicherheit. In der Schweiz wird vieles angebaut – jedoch nicht nur für den menschlichen Verzehr, sondern auch für die Tierhaltung und Schlachtung.
Wenn ich einkaufen gehe und all das Fleisch sehe, frage ich mich, wie viel davon letztlich im Müll oder in der Biogasanlage landet. Diese Frage beantworten die Grosshändler nicht. Und wie viel vom Gemüse und den Früchten, die im Supermarkt im Angebot sind, landet nach der Aktion ebenfalls in der Biogasanlage? Auch das wird von keinem Grosshändler beantwortet.
Ich werde am 27. September Ja stimmen, denn als Konsumentin und Inhaberin des Bento-Lieferservices sehe ich, wie die herkömmliche Landwirtschaft die Böden strapaziert.
Aus Respekt vor der Natur kommt mein Gemüse von der Houderä in Ins. Was mir für die Menüs fehlt, kaufe ich auf dem Markt in der Altstadt. Fleisch und Fisch stammen ausschliesslich aus der Schweiz und ich kaufe nur die Menge, die ich wirklich brauche. Dieser Respekt vor der Natur beginnt bei mir schon bei der Menüplanung – deshalb gibt es meine Bentos nur auf Vorbestellung.
Wir Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Gastronomie tragen die Verantwortung dafür, dass wir auch in Zukunft von der Schweizer Landwirtschaft leben können.
Herzliche Grüsse
Michèle